Zentrum für Synthetische Lebenswissenschaften, Düsseldorf

In den Jahren 2015 bis 2018 entstand auf dem Gelände des UKD das neue Forschungsgebäude Zentrum für Synthetische Lebenswissenschaften ZSL – Riesner Building. In zentraler Lage wurden hier die bis dahin an unterschiedlichen Orten auf dem Campus untergebrachte WissenschaftlerInnen, ergänzt um neue Professuren und Nachwuchsgruppen, rund um das Exzellenzcluster CEPLAS (Cluster of Excellence on Plant Sciences) und das Biologisch-Medizinische Forschungszentrum (BMFZ) zusammengeführt: Vier wissenschaftlich-experimentelle, drei theoretische und drei Infrastrukturgruppen arbeiten hier.
Das Grundstück des ZSL befindet sich im nordwestlichen Bereich des Hochschulgeländes von UKD und HHU. Auf ca. 8.200 m2 Bruttogrundfläche stehen hochwertige Räumlichkeiten für Professuren und Nachwuchsgruppen in der theoretischen Biomedizin sowie für Professuren und Nachwuchsgruppen in der Laborforschung, zentrale Units, Lehrlabore, Serviceflächen, Konferenzräume, Clusteradministration etc. zur Verfügung.
Durch die aus der Genetik bekannte, an ein X-Chromosom erinnernde Form (Entwurf: Universitätsklinikum Düsseldorf Medical Services GmbH) stellt das neue Forschungsgebäude eine direkte Verbindung zu der dort beheimateten Forschung her: Hier wird die gesamte synthetisch-biologische Versuchsstrecke in enger räumlicher Nähe abgebildet – von der Versuchsplanung in Zusammenarbeit mit den theoretischen Gruppen über die experimentellen Durchführungen hin zu den analytischen Plattformen und zur Datenanalyse sowie Modellbildung.

Neue Schule Wolfsburg

Das Grundstück der Schule liegt an der Schnittstelle zwischen der Innenstadt und der Parklandschaft am Klieversberg im Zentrum von Wolfsburg. Es belegt eine Fläche nördlich der ehemaligen Hermann-Löns-Schule und schließt direkt an den bestehenden eingeschossigen Verbindungsgang an.
Der Erweiterungsneubau der ‚Neuen Schule Wolfsburg‘, bietet Platz für 16 Klassenräume, naturwissenschaftliche Räume, Fachräume für Kunst, Werken und Musik, sowie einen großen Versammlungsraum.
Der Entwurf setzt die kammartige Struktur des Bestandes fort. Der sich dazwischen aufspannende offene Raum bildet im Norden das Foyer, im Süden die Cafeteria und dazwischen über alle Ebenen die „gemeinsame Mitte“ als Herz der Schule. Das Gebäude setzte sich nach außen in großzügig gestaltete Außenbereiche fort. Im Süden geht der offene Raum in den Freibereich des neu gestalteten Schulhofes über. Die Fachräume im UG erweitern sich nach Westen und Osten in großzügige Werkhöfe.
Die “Schulmagistrale”, die sich nach Norden eher geschlossen zeigt, erhält nach Süden und damit zu den Schulhöfen und dem Park mehrere Ausgänge, die die Voraussetzung für kurze Wege zu externen Nutzungen wie der Mensa, dem Planetarium und dem Theater schaffen.

Zentrum für Adpatronik und Verkehrssystemtechnik, Braunschweig

Aufgrund steigender Mitarbeiterzahlen wurde der Gebäudekomplex 118 auch im Hinblick auf die Konzentration der Institutsmitarbeiter zur gemeinsamen Nutzung vorhandener Laboreinrichtungen und zur Vermeidung von Synergieverlusten, am DLR Standort „Forschugsflughafen Braunschweig-Wolfsburg“ erweitert.
Der dreigeschossige Erweiterungsneubau schließt nördlich an zwei Bestandsgebäude an und bietet Platz für ca. 100 Büroarbeitsplätze, Veranstaltungs- und Seminarräume sowie Labore und eine Fahrzeughalle mit Werkstatt. Die signifikante Gebäudestruktur wird durch die Fassade aus dänischem Klinker gebildet. Große um die Ecke führende Fensterfronten kennzeichnen die Seminarräume im Erd- und ersten Geschoß. Die Büroräume werden durch lange, fast flächenbündige Fensterbänder markiert.
Der großzügige Innenhof mit Holzdeck dient den Mitarbeitern als grüner Arbeitsplatz und Treffpunkt. Dieser grüne Multifunktionsraum bildet eine architektonische und städtebauliche Klammer zwischen Alt und Neu.

Museumszentrum im Kulturquartier am Neumarkt, Köln

Der im Kölner Stadtzentrum liegende Museumsneubau, ein in drei unterschiedlich proportionierte Baukörper gegliederter Kubus, vereint das Rautenstrauch-Joest-Museum (RJM), die Kunsthalle der Stadt Köln, eine Erweiterung des Museum Schnütgen (MS), den Museumspädagogischen Dienst der Stadt Köln sowie Sondereinrichtungen der Volkshochschule.
Längs in den Baukörper eingeschnittene Fugenräume definieren Zwischenzonen, in deren Spannungsfeld aus Licht und Schatten Blickbeziehungen zwischen den massiven Blöcken inszeniert werden.
Die beiden tiefen Gebäuderiegel beherbergen die Ausstellungsräume, der östliche schmale Riegel nimmt im Eingangsgeschoss die Funktionen Museumscafé, Museumsshop, Empfang und Information auf. In den Obergeschossen dieses Riegels befinden sich die Räume der Verwaltung. Im südlichen Gebäudetrakt bilden öffentliche Nutzungen wie Vortragssaal, Bibliothek RJM und MS und Juniormuseum eine Verdichtung der Baukörper.
Dem Charakter eines Ortes, der Ausstellung und Bewahrung gewidmet ist, entspricht die massive Ausbildung des Gebäudekörpers. Über einen Kern aus Beton legt sich die Fassade aus manuell gebranntem Stein – ein Verweis auf die römische Geschichte der Stadt.

Niedersächsischer Landesrechnungshof, Hildesheim

Ziel der Baumaßnahme war es, den Landesrechnungshof mit 154 Arbeitsplätzen am Standort der ehemaligen Fachhochschule für Verwaltung und Rechtspflege in Hildesheim zu konzentrieren. Der Neubau des Niedersächsischen Landesrechnungshofs erweitert einen bestehenden Gebäudekomplex aus den Jahren 1904 und 1984. Die Bestandsgebäude wurden saniert und zu Büros bzw. Seminarräumen mit Bibliothek umgenutzt. Darüber hinaus sind dort ein großer Besprechungsraum, sowie der Senatssaal untergebracht. Der zwei- und teilweise dreigeschossige Neubau umschließt dreiseitig den Seminartrakt. Dadurch ergibt sich eine besonders kompakte und energieeffiziente Gebäudekubatur. Im Neubau sind vier Kombibürozonen vorgesehen, die jederzeit in Zellenbüros umgebaut werden können.

Verfügungsgebäude der Universität des Saarlandes, Saarbrücken

Der Neubau des Verfügungsgebäudes steht am südöstlichen Rand des Universitätscampus, an einem Waldrand. Der Entwurf für den ersten Bauabschnitt liegt parallel zu einer Zufahrtsstraße. Der Hauptzugang befindet sich gegenüber einer großen Freitreppe, die zum oberen Campus führt.
Das Gebäude ist als Zweibund organisiert. Labore bzw. Messräume und Büros sind einander gegenüber, eines zentralen Flures organisiert, so dass für die einzelnen Arbeitsgruppen optimal kurze Wege entstehen.

Biowissenschaftliches Zentrum, Köln

Im biowissenschaftlichen Zentrum der Universität zu Köln, sind die Institute für Botanik, Zoologie und Entwicklungsbiologie angesiedelt. Der kompakte Baukörper fügt sich harmonisch in die vorhandene orthogonale städtebauliche Struktur.
Der 6-geschossige Neubau ist in den Regelgeschossen als 5-Bund ausgebildet. Flexibel nutzbare Labor- und Büroeinheiten sind nach Arbeitsgruppen unterteilt, begrünte Zonen fungieren als kommunikative Bewegungsflächen. Im Eingangsgeschoß befinden sich die öffentlichen Nutzungen wie Hörsäle, Praktikumsräume und Bibliothek. Vertikale Lufträume verbinden öffentlichen Bereiche mit den Institutsebenen. Das Dachgewächshaus verzahnt sich in der Vertikalen mit der inneren Erschließungsfuge.

Grundschule am Heidberg, Braunschweig

Das Gebäude bestand ursprünglich aus einem zweigeschossigen Klassentrakt, der als ca. 80 m langer Riegel das Grundstück nördlich abschließt, sowie einem eingeschossigen Funktionsgebäude. Beide Gebäude wurden durch einen Verbindungsgang / Foyer miteinander verbunden.
Gegenstand der Baumaßnahmen war die energetische Ertüchtigung des alten Gebäudebestandes nach ENEV. Die Erweiterung zum Ganztagsbetrieb umfasst die Schaffung einer Mensa mit dazugehörigen Küchenbereich und Nebenräumen. Der Schulkindergarten wurde um zwei Ruheräume erweitert. Das Foyer und der Verbindungsgang wurden ebenfalls energetisch und brandschutztechnisch überarbeitet und erhielten beidseitig eine Metall-Glas-Fassade.

Geographisches Institut, Köln

In einem Bestandsgebäude, Teil eines ehemaligen Krankenhauskomplexes aus dem 19. Jhd., waren Institute der Geowissenschaftlichen Fakultät mit Büros, Seminar- und Forschungsräumen, Lagerstättten sowie einige Labore im Untergeschoss untergebracht.
Im Zuge von Arrondierungsmaßnahmen auf dem Augustagelände, sollte dieser sogenannte „Südbau“ erweitert und modernisiert werden.
Der Entwurf sah vor, den „Südbau“ zu erhalten und durch einen großzügigen „Bügelbau“ einzufassen und als Brückenbauwerk zu überbauen. Die neu geschaffenen Nutzungseinheiten gliedern sich in Büro- und teilbare Seminarräume, hochinstallierte Laborräume im Untergeschoß, sowie eine wissenschaftliche Präsenzbibliothek mit Gruppen- und Besprechungsräumen im neuen Dachgeschoß.
Die Fassade des Gebäudes besteht aus vorgehängtem, geschosshohen Profilbauglas mit Belichtungsöffnungen sowie konventionellen Fensteröffnungen.

Technische Hochschule, Deggendorf

Dem Entwurf liegt das Vorbild eines antiken Gymnasions zugrunde. Zwei Riegel, in denen sich die Fachbereiche Bauingenieurwesen, Elektrotechnik, Maschinenbau und Betriebswirtschaft sowie die Verwaltung befinden, definieren den zentralen Campusplatz. Durch Kopfbauten an den Stirnseiten mit Bibliothek, Rechenzentrum und Mensa findet dieser seinen Abschluss.
Das Fachhochschulgelände entwickelt seine eigene Identität in dem von Gewerbe- und Dienstleistungsbetrieben geprägten, heterogenen Umfeld. Als verbindendes Glied stellt es mit Öffnungen und Durchwegungen Querbezüge zum angrenzenden Stadtpark und zum Donauufer her.
Den Hauptzugang bildet ein Portikus, dessen Säulenreihen an den Längsseiten des Campus als Kolonnadengang fortgeführt werden. Weitere prägnante Elemente wie ein kleiner Hain und zwei Wasserbecken vor den Sonderbaukörpern bereichern den Fußgängern vorbehaltenen Campus. Gegenüber der Mensa definiert ein Holzdeck den Freisitz der auf den Campus orientierten Caféteria. Schmale, die Durchgänge begleitende Wasserrinnen stellen Wegebeziehungen her und unterstützen die Durchlässigkeit des Geländes.

Rathaus, Garbsen

Das Rathaus ist Auftakt sowie räumliches Rückgrat eines neuen Stadtquartiers in Garbsen. Eine zwischen zwei massiven Baukörpern stehende gläserne Halle bildet das Herz des Gebäudes. Sie wird zu einem urbanen Platz mit eingestellten Baukörpern, Brücken, Plätzen und Wegen und führt den öffentlichen Raum durch das Gebäude hindurch.
Zur vielbefahrenen Berenbosteler Straße wird die Halle durch einen sechsgeschossigen Riegel abgeschirmt. Er beherbergt den Hauptteil der Verwaltung. Ihm gegenüberliegend flankieren zwei langgestreckte Riegel eine Rotunde, in der sich der zweigeschossige große und der darüber liegende kleine Ratssaal sowie eine Kantine im Basisgeschoss befinden.

Open Mobility Lab, Wolfenbüttel

Gegenstand der Planung war die Konzeption eines „open mobility lab“ für die Ostfalia, Hochschule für angewandte Wissenschaften am Standort Wolfenbüttel.
Bei dem Gebäude handelt es sich um eine Forschungsstätte für zukünftige Mobilitätskonzepte, sowie ein separat zu nutzendes physikalisches Großlabor für elektromagnetische Verträglichkeit.
Die dem Entwurf zugrundeliegende Gebäudeform folgt den beengten Bedingungen des Grundstücks. Zu erhaltende Zufahrtsstraßen bzw. Fußwege bestimmen die Baufluchten des Gebäudes im Osten, Norden und Westen. Der Hauptzugang erfolgt im Osten.
Der Neubau bildet durch das zweigeschossige Hauptgebäude und die eingeschossige EMV-Absorberkammer im Zusammenspiel mit einem Nachbargebäude einen angenehm proportionierten Vorplatz.
Über das Foyer mit Haupttreppenhaus und Aufzug wird im EG die Fahrzeughalle mit KFZ-Werkstatt, EMV-Kammer und Nebenräumen erschlossen, im OG sind über einen innenliegenden Flur verschiedene Büros und Labornutzungen erschlossen.

Studentisches Wohnen am Kläperberg, Hannover

Der Neubau für Studentisches Wohnen in Hannover ist im nördlichen Zentrum der Stadt angesiedelt. Das dreieckige Grundstück mit ca. 3.000 m² wird im Nordosten durch die aufgelassene Bahnfläche der ehemaligen Gleisharfe mit den dahinter liegenden Anlagen der Hauptbahn begrenzt. Im Süden liegt eine öffentliche Grünfläche. Im Westen schließt ein überwiegend durch Wohnnutzungen gekennzeichneter Baublock an.
Das Bauvorhaben für die International Campus GmbH ‚The FIZZ‘ besteht aus drei Baukörpern mit Teilunterkellerung. Der Erschließungs- und der Gemeinschaftsbereich sind zur öffentlichen Grünfläche hin ausgerichtet. Insgesamt sind hier 302 Appartements für Studenten untergebracht. Die drei unterschiedlich hohen Baukörper umschließen einen begrünten Innenhof mit Sitzelementen und Treffpunkten für die Bewohner.
Die Wohnungen orientieren sich mit den Aufenthaltsräumen zu den lärmabgewandten Seiten und dem Innenhof. Sie werden zum großen Teil über Laubengänge erschlossen. Im Nord-Östlichen Gebäudeteil dient der Laubengang gleichzeitig dem Lärmschutz.

Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik, Braunschweig

Das Gebäude 130 des DLR in Braunschweig, setzt sich aus einem Haupt- und zwei Nebenflügeln zusammen und grenzt direkt an den Forschungsflughafen Braunschweig-Wolfsburg. Der Hauptflügel hat fünf oberirdische Geschoße und ein weiteres Technikgeschoss. Im Knotenpunkt des westlichen Nebenflügels und dem Hauptflügel befindet sich eine Teilunterkellerung.
Im Gebäude ist das Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik ansässig.
Das Gebäude aus den 1970er Jahren musste Brandschutztechnisch und energetisch aufgewertet saniert werden.
Darüber hinaus wurde das Foyer mit dem Hauptzugang neu und barrierefrei gestaltet. Die umliegenden Verkehrs- und Geländeflächen wurden angepasst und neugestaltet.

Feuerwache und Werkstätten, Lehrte

Der Entwurf des Neubaus einer Feuerwache und Werkstätten auf dem Gelände des Betriebshofs in Lehrte ist in zwei Gebäude aufgeteilt.
Das L-förmige Feuerwehrgebäude im Westen des Grundstücks bildet einen Rücken zur nördlich angrenzenden Wohnbebauung aus und schafft einen Hofbereich vor der Fahrzeughalle der Ortsfeuerwehr. Das Werkstattgebäude begrenzt das Grundstück im Osten.
Zusammen mit einer benachbarten Fahrzeughalle entsteht ein gefasster Raum, der den Vorplatz der Feuerwehr bildet. Zwischen der Fahrzeughalle Stadtfeuerwehr und der Werkstatthalle Betriebshof entsteht ein weiterer Raum, der die Stellplätze der ankommenden Einsatzkräfte und der Gerätewarte aufnimmt.
Auf Grund der beengten Grundstücksverhältnisse überlagert der geplante Neubau die durch den Bestandsbau belegte Grundstücksfläche. Daher konnte der gesamte Neubau nicht in einem Zug durchgebaut, sondern erst nach Abriss des Bestandes der Ortsfeuerwehr vollendet werden. Die Baumaßnahme musste in 2 Bauabschnitte aufgeteilt werden, um einen geregelten Betrieb von Feuerwehr und Baubetriebshof während des gesamten Ablaufs des Bauvorhabens zu gewährleisten.